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Arbeiten von Freud, Breuer, Abraham, Jung, Sadger, Bleuler, Jones werden zitiert und ebenso viele Äusserungen von den ärgsten Feinden der Psychoaualyse. Das alles beweist, dass der Verf. die Literatur allseitig studiert hat und er versucht eine so neutrale; Stellung wie es überhaupt einem Anstaltsarzt möglich ist einzunehmen.
„Sicher ist, dass Freud und seine Schüler schon weit über's Ziel geschossen haben. — Aber beinahe ebenso sicher werden mehrere von den Auffassungen von Breuer-Freud, nachdem sie von dem schlimmsten Unkraut gereinigt worden sind, sich in merkbarer Weise in der synthetischen Neurosenlehre geltend machen, für welche die Zeit noch nicht reif ist.“ Leider ist sowohl die Zustimmung als das Ablehnen auf der Oberfläche geblieben. Der Verf. ist nicht tiefer ins Wesen der Psychoanalyse eingedrungen. Dieses kommt z. B. an den Tag, wenn er glaubt, dass der Ödipuskomplex ein Name „der tragischen Erinnerungen von der Kindheit“ ist. Ohne das richtige Verständnis für diesen Kern der Psychologie Freud's scheint man mir keine Richtschnur für die Beurteilung zu haben.
Bjerre.