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Das Buch Forel's über den Hypnotismus ist so rühmlich bekannt, dass die Empfehlung der neuen Auflage (schon die sechste) nicht nötig ist. Für Psychoanalytiker ist das VII. der Psychoanalyse gewidmete Kapitel von besonderem Interesse. Es ist gewiss ein grosses Verdienst des über 60 jährigen unermüdlichen Forschers, sich mit dem Wesen des jüngsten Zweiges der modernen Neurologie zu befassen. Dies spricht für eine bedeutende Regsamkeit und Plastizität, um die grosse Neurologen und Psychiater ihn beneiden können. Forel bespricht eingehend die Breuer-Freud'sche Hysterielehre, an die er die Namen von Bezzola und Frank angliedert. Letzterer liefert als eigenen Beitrag zum Kapitel — nebst Kasuistik — eine Schilderung seiner Technik, die im wesentlichen der ursprünglichen kathartischen Methode entspricht. Dem weiteren Ausbau der Methode zu der modernen Psychoanalyse vermag Forel nicht zu folgen. Die Begriffe der Sexualkonstitution, der Symbolik, des Freud'schen Unbewussten sind vom Verfasser nicht aufgenommen worden. Die Besprechung derselben — hauptsächlich an der Hand des kleinen Kompendiums Hitschmann's — erfolgt mit Affekt, ohne genügend sachlich zu bleiben, wie z. B. aus solcher „Boutade“ hervorgeht: „man könnte mit ebenso gutem Rechte das Sexualgefühl aus dem Nahrungstrieb ableiten.“ Wenn Verf. die „Sublimierung“ verstanden hätte, könnte er nicht schreiben: „Selbst die Sympathie oder das Mitgefühl, obwohl phylogenetisch hauptsächlich aus dem Sexualgefühl entstanden, ist aktuell durchaus nicht mehr ohne weiteres sexuell.“ Die normale infantile Sexualität, welche jetzt eine Beobachtungstatsache geworden ist, verneint er, indem er das Dogma der Funktionslosigkeit der Hirnrinde des Säuglings aufstellt. Als weiterer Beleg wird der Fall eines Kryptorchen angeführt, welche „sexuell blind war“. Forel hat schon verschiedentlich vor schweizerischen Psychiatern und Neurologen den Standpunkt verteidigt, dass die sexuelle Anästhesie eine totale und absolute ist. Dies liegt sehr Wah