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Verf. behandelt in diesem Feuilleton der ersten Zeitung Italiens die Psychotherapie, und in besonders unkorrektem Tone die Psychoanalyse. Die Wahl des Titels „Die profanen Beichtväter“ ist schon tendenziös. Drei Hauptgefahren der Psychotherapie werden besprochen: 1. der Verlust der Initiative und Spontaneität beim Kranken, unter dem Einfluss der fremden Persönlichkeit des Arztes; 2. die Gefahr für den Kranken in die Hände eines skrupellosen Arztes zu geraten, der seine Überlegenheit ausnützt; 3. die Gefahr, das labile Gleichgewicht des Kranken durch eine zu gründliche Untersuchung zu stören und fremde Gedanken und Gefühle dem Patienten einzuverleiben. Allerdings macht Verf. für Charcot, Dubois, Oppenheim Ausnahmen; die gefährlichen unter den Psychotherapeuten sind diejenigen, welche „einen übertriebenen Fleiss in ihren Untersuchungen zeigen“; im besonderen Masse zeichnen sich darin die Anhänger der Psychoanalyse aus. Verf. gibt eine sehr kurze Darstellung der Breuer-Freud'schen Theorie, worauf sich seine Kenntnisse über das Gebiet beschränken. Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass die Methode der Psychoanalyse eine Reihe von Schemata und Fragebogen darstellt, welche nach den Umständen, dem Geschlecht, der Erziehung, den Antezedenzien des Kranken verwendet werden, „ein echtes Handbuch der profanen Beichte“. (Ref. Daraus sieht man die „ernste“ Literaturkenntnis des Verfassers.) Verf. belehrt Freud, dass die Anzahl der hysterischen Störungen im Anschluss an eine Gemütserschütterung viel grösser ist, als er sich vorstellt; dafür ist der Zusammenhang zwischen den „Affektursachen“ und der sexuellen Sphäre viel geringer, wie von Freud angenommen wird. „Die Psychoanalyse ist eine unnötig in die Tiefe grabende Methode, Welche fürchterlich undelikat ist.“ Die Patienten sollen sich instinktiv gegen eine derartige Untersuchung sträuben. Andere verfallen in eine intensive Suggestion und phantasieren alle denkbaren