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Schroffer denn je stehen die Gegensätze einander gegenüber. Die Gegner der Psychoanalyse kämpfen mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln: Spott, Satire, Ironie, unwissenschaftlicher Voreingenommenheit und voreingenommener Wissenschaft, Boykott und Anathem. Wie soll sich der einzelne ein Urteil bilden in dem widerstrebenden Gemenge von Urteilen? Wem soll er glauben? Der alle Errungenschaften und Erkenntnisse negierenden Kritik oder den weiteren Arbeiten Freuds und seiner Anhänger, die von bemerkenswerten Erfolgen und ungeahnten Zusammenhängen erzählen?
Die Literatur der neuen Wissenschaft war einst leicht zu übersehen: Die epochalen „Studien über Hysterie“ von Freud und Breuer und die weiteren Arbeiten Freuds. Jetzt ist es dem einzelnen gar nicht möglich, der wachsenden Flut von Arbeiten gerecht zu werden und seinen orientierenden Überblick über die komplizierte Wissenschaft der Psychoanalyse und ihre Errungenschaften zu gewinnen. Das schon im zweiten Jahrgange erscheinende „Jahrbuch für Psychoanalyse“ bringt in weiten Zwischenräumen grössere Arbeiten, die wohl meist für den Vorgeschrittenen und Wissenden bestimmt sind. „Das Zentralblatt für Psychoanalyse“ verfolgt einen im wesentlichen didaktischen Zweck. Es will nicht nur die Anhänger und Gegner über die erscheinende Literatur rasch orientieren, sondern auch durch Originalartikel einzelne psychoanalytische Probleme von praktischer Bedeutung vertiefen und einem weiteren Kreise zugänglich machen. So sollen „Jahrbuch“ und „Zentralblatt“ einander ergänzen.
Wir sehen unsere Aufgabe nicht in fruchtlosen Kämpfen einer — wenn auch berechtigten — Kritik der Kritik. Wir wollen auch die Stimmen unserer Gegner gewissenhaft registrieren und alle Meinungen zu Worte kommen lassen. Wir wollen die Überzeugungen der Anhänger nicht nur durch Argumente, sondern durch unsere ehrliche psychoanalytische Arbeit, durch unser Material, durch unsere Erfolge gewinnen. So hoffen wir auch unsere Gegner zum vornehmen Ton eines Kampfes der Tats