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Der Autor zitiert die Schriften von Freud, Jung, Adolf Meyer und Abraham, greift die Kraepelin ‘sche Behauptung an, wonach die allgemeine Paralyse das Prototyp der Psychosen sei und weist grundlegende Unterschiede in den Typen der Störung nach, denen man bei der allgemeinen Paralyse, beziehungsweise bei der Dementia praecox begegnet. Die Schädigung der Psyche ist diffus bei der ersteren und mehr lokalisiert bei der letzteren; bei der ersteren ist der Inhalt der Psychose von sekundärer Bedeutung, während er bei der letzteren im Vordergrunde des klinischen Bildes steht. Die anatomischen Veränderungen, die man bei der ersteren findet, sind ganz bestimmte und spezifische, bei der letzteren sind sie von zweifelhafter Bedeutung und vielleicht sekundär; endlich besteht bei der letzteren eine viel engere Beziehung zwischen der Psychose und dem seelischen Zuschnitt („make-up”) der Persönlichkeit als bei der ersteren.
Die Arbeit befasst sich hauptsächlich mit dem letzterwähnten Punkt. Hoch hat festgestellt, dass in der Mehrzahl der Dementia praecox-Fälle ein Sachverhalt vorliegt, den er als Sperrung der Persönlichkeit („shut-in personality”) bezeichnet. Er beschreibt mit diesem Ausdruck Personen, „die keine natürliche Tendenz haben, offen zu sein und mit ihrer Umgebung in Kontakt zu treten, die schweigsam sind, sich abschliessen, sich Situationen nicht anpassen können, die schwer zu beeinflussen sind, oft sensitiv und widerspenstig sind, aber das letztere mehr in passiver als in aktiver Weise”. „Vieles spricht zugunsten eines fundamentalen Mangels an sexueller Anpassungsfähigkeit.”
Nebenher bestreitet Hoch gegenüber Bleuler die Identität von Birnbaums degenerativer Psychose mit Dementia praecox.
Ernest Jones.