You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
1. Zum psychischen Determinismus. „In der Seele gibt es keinen unbedingten oder freien Willen, sondern die Seele wird zu diesem oder jenem Wollen durch eine Ursache bestimmt, welche ebenfalls von einer anderen bestimmt ist und diese wieder von einer anderen und so fort ohne Ende.” II. Teil. L. 48.
2. Zum Mechanismus der Affekte. „Jeder Gegenstand kann durch Zufall die Ursache einer Fröhlichkeit, einer Traurigkeit oder einer Begierde sein.” L. 5.
„Wenn die Seele einmal durch zwei Affekte erregt gewesen ist, so wird, wenn sie später von einem derselben wieder erregt wird, sie auch von dem anderen erregt werden.” III. Teil. L. 14.
„Je mehr ein Bild auf mehrere Gegenstände sich bezieht, desto häufiger kommt es und desto öfter besteht es und desto mehr erfüllt es die Seele.” V. Teil. L. 11.
3. Zur Psychotherapie. „Die Handlungen der Seele entspringen nur aus zureichenden Vorstellungen, ihre leidenden Zustände hängen aber bloss von unzureichenden Vorstellungen ab.” III. Teil. L. 3.
„Der Affekt, welcher ein Leiden ist, hört auf, ein solches zu sein, wenn man seine klare und bestimmte Vorstellung bildet. V. Teil. L. 3.
„Soweit die Seele alle Dinge als notwendige erkennt, soweit hat die Seele eihe grössere Macht über die Affekte oder leidet weniger von ihnen.” V. Teil. L. 6.
4. Zur Sublimierung. Wenn man die Erregung der Seele oder den Affekt von der Vorstellung der äusseren Ursache trennt und mit anderen Gedanken verbindet, so werden die Liebe oder der Hass gegen die äussere Ursache sowie die Schwankungen der Seele, welche aus diesen Affekten entspringen, beseitigt werden. V. Teil. L. 2. Theodor Reik.