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ehemaligem Assistenten am „Berolinum” (Lankwitz).
In der Symptomatologie zahlreicher Psychosen, die mit der Bildung von Wahnvorstellungen einhergehen, spielt der Eifersuchtswahn eine hervorragende Rolle; bekannt ist sein Auftreten besonders bei Alkoholisten, aber auch im Verlaufe vieler anderer Geistesstörungen ist er, meist vergesellschaftet mit sonstigen Beeinträchtigungs- und Verfolgungsideen, häufig anzutreffen. Diese vielmalige Wiederholung der gleichen Wahnform in Psychosen verschiedensten Gepräges gibt zu denken und wird in uns die Vermutung einer verwandten oder ähnlichen Entstehung erwecken. Die folgenden Untersuchungen wollen einiges Licht in dieses Problem tragen.
Was zunächst Zeit und Art des Auftretens von Eifersuchtswahn innerhalb der einzelnen Psychose betrifft, so ist einmal die relative Spätheit seiner vollkommenen Ausbildung, andererseits die starke Fixierung der einmal entstandenen Wahnidee bemerkenswert. Schon früh zwar, in den ersten Stadien der Psychose, kommen dem Kranken häufig wahnhafte Vorstellungen in Form beunruhigender Vermutungen oder Verdachte, die sich auf die eheliche Treue seiner Frau beziehen, ohne indes vorerst zu der ausgeprägten Gestalt einer systematisierten Wahnvorstellung sich zu verdichten; diese Ausmodellierung vollzieht sich erst allmählich proportional dem Vorschreiten der psychischen Konflikte, um dann freilich eine durchaus umschriebene Form anzunehmen, deren Stabilität und Verharrungstendenz gegenüber berichtigenden Gegenvorstellungen eine ausserordentliche ist. Über die zeitlichen Beziehungen des Eifersuchtswahnes lässt sich nur soviel sagen, dass die wahnhaften Einbildungen kaum minder häufig auf die Vergangenheit als auf gegenwärtige Verhältnisse Bezug nehmen: ebenso wie der Kranke für den Augenblick seinem Weibe das Begehen strafwürdiger Fehltritte und ehebrecherischer Handlungen unterschiebt, bildet er auch anschuldigende Wahnvorstellungen, deren Inhalt von vergangenen Ereignissen seinen Ausgang nimmt. Diese letzter