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Ich veröffentliche diese Tagebuchstelle eines an Zwangsneurose leidenden 25 jährigen Juristen, weil sie eine gar nicht seltene symbolische Darstellung der Krankheit und die Rolle des Neurotikers als Schauspieler illustriert.
„Einen unangenehmen Traum hatte ich heute in der Nacht. Ich sah am Fussboden inmitten meines Zimmers eine ekelhafte Ratte. Ich versuchte sie durch vielen Lärm zu verscheuchen — jedoch vergebens. Sie liess sich gar nicht beängstigen — ja sie ging aggressiv gegen mich vor. Ich setzte indessen meinen unnützen Kampf fort. Plötzlich verliess die Ratte ihre Stelle und ich sah sie mit Blitzesschnelle am Fussboden laufen. Sie ist irgendwo verschwunden — nur aber schien es, dass sie in mich hineingesprungen ist. Ekel und Angst erfasste mich.”