You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Ein Versuch zur Lösung des psychophysischen Problems. Der Verfasser sieht das Gemeinsame aller physischen und psychischen Erscheinungen in der „Energie”. Das Empirische an dem äusseren Geschehen ist bloss Bewegung, die dahinter vermutete Kraft (die physische Energie) erschliessen wir nur in Analogie mit den Widerständen, die unser Körper den Bewegungen der Aussenwelt entgegenstellt. Wir erleben die Kraft nicht als physische, sondern als psychische Energie. Aus den Differenzierungen in den Bewegungsverhältnissen schliessen wir auf Differenzierungen der Energie selbst, ohne dass uns diese „direkt” zugängig wären, während uns in der Psyche die Energie unmittelbar differenziert erscheint, entsprechend unseren Empfindungs- und Gefühlsqualitäten. Dies ist der phänomenale Unterschied der psychischen und physischen Energie, ihrem Wesen nach sind beide identisch. Beim Nebenmenschen nehmen wir psychische Energie durch Nachempfinden wahr (also durch Einfühlung), je tiefer wir in der organischen Welt hinabsteigen, desto empfindungsärmer nehmen wir sie an; diese Annahme ist nur bedingt durch die Unfähigkeit des Nachempfindens. Bestünde diese Unfähigkeit nicht, wäre die Fähigkeit des „Nachempfindens”