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In der Ellis eigenen enzyklopädischen Art werden in diesem Bande eine Reihe wichtigster Themen abgehandelt: Die Orgie, der Ursprung und die Entwickelung der Prostitution, die Ursachen der Prostitution, die gegenwärtige Haltung gegenüber der Prostitution, die Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten, Ehe und Ehescheidung, die Wissenschaft der Fortpflanzung. Als den interessantesten Beitrag möchte ich das 11. Kapitel der Liebeskunst bezeichnen, welches eine grosse Menge interessanten Materials vorbringt und im Originale nachgelesen werden muss. Besonders bedeutsam erscheint mir, dass Ellis auf eine Gemeinschaft hinweist, in der der Coitus reservatus allgemein üblich war und bei der das Verfahren keine schlechten Folgen gezeitigt hat. Es war dies die sogenannte Male continence, die von Noyes begründet wurde und darin bestand, dass jeder Mann der Ehemann jeder Frau war, aber nicht mit jeder Kinder zeugen durfte. Es gab zweierlei Arten von Kohabitationen, einen propragativen und befruchtenden. Es war Pflicht der Männer, den Orgasmus bis zu einer Stunde auszudehnen. Angeblich soll eine ausserordentlich geringe Zahl von nervösen Erkrankungen sich ergeben haben und nur zwei, die etwas übertrieben, hätten nervöse Störungen gezeigt. Diese interessante Beobachtung würde auf den grossen Einfluss des psychischen Konfliktes für das Zustandekommen einer Angstneurose neben der somatischen Schädigung hinweisen.
Stekel.