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In dieser gross angelegten Studie wird fast die gesamte wissenschaftliche Literatur über diesen Gegenstand abgehandelt und das pro und contra der Abstinenz sorgfältig erwogen. Verfasser weist an Hand der Literatur und an Hand interessanter eigener Beobachtungen den Schaden der sexuellen Abstinenz nach und nimmt ziemlich heftig Stellung gegen jene Ärzte, die die Onanie als unschädlich erklären. Er bezeichnet sie insgesamt nach dem Beispiele Nyströms als „Onanie-Advokaten”. Während er sonst einen ausserordentlich kritischen und unparteiischen Standpunkt einnimmt, scheint er mir in der Onaniesache entschieden zu weit zu gehen. So sagt er: „Und ich weiss nicht, ob die Intelligenz oder das Gefühlsleben jenes Professors den grösseren Defekt aufweist, der im Kreise seiner Schüler erklärte: Die Onanie mässig ausgeübt, hat sehr viele Vorteile, besonders für studierende Jünglinge; es wird dabei Geld und, was noch wertvoller ist, Zeit erspart; man entgeht allen unangenehmen Verbindlichkeiten und Verhältnissen, macht niemanden unglücklich und läuft nicht Gefahr, venerische Krankheiten zu erwerben.”