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Die veränderten Gesichtspunkte, von denen aus heutzutage die Ätiologie der Neurosen betrachtet wird, sind nach Wyrubow's Meinung vor allem massgebend für die Anforderungen, die man an ein modernes Sanatorium stellt. Glaubt man nicht mehr an Intoxikation, an Störung der Gewebschemie als Ursache der Neurose, so wird man physikalisch-diätetische Kuren allein für unzureichend erklären; nimmt man an, dass die Neurosen psychogener Natur sind, so hat sich das Sanatorium vor allem mit Psychotherapie zu befassen, oder, wie Wyrubow sich ausdrückt, man verlangt nicht nur Mittel, um die krankhaft veränderte Tätigkeit des neuropsychischen Organismus indirekt zu beeinflussen, sondern auch Methoden, um die Krankheitserscheinungen unmittelbar zu bekämpfen”. Interessant sind Wyrubow's Erfahrungen in statistischer Beziehung. So nehmen die Psychastheniker und Hysterischen im Sanatorium an Anzahl den ersten Platz ein, etwa 30% liefern die Zyklothymiker, eine geringe Frequenz weisen die Neurastheniker auf und sehr wenige Fälle sind es nur, die als reine Zwangsneurosen bezeichnet werden müssen. Diese Statistik ist wegen der Anwendung der einzelnen Methoden der Psychotherapie wichtig, die für Wyrubow eben eine Summe von psychotherapeutisch wirksamen Faktoren sind, welche allesamt gleiches Bürgerrecht geniessen sollen, will man wirklich Erfolge haben. Die Isolierung von der gewohnten Umgebung, die „mit Wohlwollen durchtränkte Atmosphäre des Sanatoriums”, die alten Methoden der Suggestion im