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I. Professor James J. Putnam (Boston): Über die Bedeutung der Philosophie für die weitere Entwicklung der Psychoanalyse.
Redner hebt als nächste Aufgabe der psychoanalytischen Forschung, die bis jetzt vorwiegend therapeutische Ziele verfolgte, die Beschäftigung mit dem normalen Seelenleben, das Aufsuchen der Urquellen des Denkens, Fühlens, Handelns im gesunden
Menschen hervor. Zwar wurden bereits die Erfahrungen und Einsichten aus der Kindheit des Einzelnen auf die Kindheit der primitiven Völker übertragen und wenn auch den Kinderwünschen zweifellos eine ungeheuere Wirkung zukomme, so haben doch die Regungen der erwachsenen Seele gleichfalls ein Anrecht in Betracht gezogen zu werden: die ethischen Gefühle, welche sich mächtig in die tiefen Seelenregungen einmengen, und das logische Denken; dabei wird insbesondere auf Hegels Logik hingewiesen, deren tiefer Wahrheitsgehalt sich immer wieder aufs Neue erweist. Schliesslich betont Redner, dass er damit das Unbewusste keineswegs ausschliessen möchte, vielmehr meine, man dürfe sich im Haudeln auf die uns vertraut gewordenen Regungen des Unterbewusstseins verlassen.
II. Professor Dr. E. Bleuler (Zürich-Burghölzli): Zur Theorie des Autismus.
Von Freud's „Formulierungen über die zwei Prinzipien des psychischen Geschehens” (Jahrbuch III/1) ausgehend, präzisiert Redner seinen in Bezug auf den psychologischen Zusammenhang dieser Dinge etwas abweichenden Standpunkt. Dem Freud'schen Begriff des Lustprinzips, der zu enge erscheine, wird das autistische Denken gegenübergestellt und als dessen Gegensatz das realistische Denken (Freud's Realitätsprinzip) bezeichnet. Insbesondere betont Redner seine abweichende Auffassung der phylogenetischen Stellung des autistischen Denkens, das nach ihm eine spät erworbene Funktion sei, während Freud sie als Rest einer primären Arbeitsweise des psychischen Apparats auffasse. Es werden schliesslich die Unterschiede zwischen realistischem und autistischem Denken hervorgehoben, sowie auf die Notwendigk