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Die Bedeutung der Vokalfolge. Es ist sicherlich oft beanstandet worden, dass, wie Stekel behauptet, in Träumen und Einfällen Namen, die sich verbergen, durch andere ersetzt werden sollen, welche nur die Vokalfolge mit ihnen gemein haben. Doch liefert die Religionsgeschichte dazu eine frappante Analogie. Bei den alten Hebräern war der Name Gottes „tabu”; er sollte weder ausgesprochen, noch niedergeschrieben werden; ein keineswegs vereinzeltes Beispiel von der besonderen Bedeutung der Namen in archaischen Kulturen. Dies Verbot wurde so gut eingehalten, dass die Vokalisation der vier Buchstaben des Gottesnamens
auch heute unbekannt ist. Der Name wird Jehovah ausgesprochen, indem man ihm die Vokalzeichen des nicht verbotenen Wortes Adonai (Herr) verleiht. (S. Reinach, Cultes, Mythes et Religions. T. I, p. 1, 1908.)
Freud.