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Eine wegen schweren Depressionen in meiner Behandlung stehende Dame hatte einmal in der kleinen Lotterie, wie sie in Österreich üblich ist, einen Treffer gemacht. Zwei Nummern, die sie geträumt hatte, waren „herausgekommen”. Diese Tatsache erzählte sie mir aus Anlass eines rezenten Nummerntraumes, den sie in der letzten Nacht geträumt habe. Ob sie die Nummern nicht setzen sollte? Es waren die Zahlen 80, 85 und 2. Ich überlasse es ihrem freien Willen von den Nummern des Traumes einen praktischen Gebrauch zu machen und verneine die Frage, ob ich an prophetische Lotterieträume glaube. Nach einigen Tagen erzählt mir die Patientin, dass auch diese Nummern herausgekommen wären, d. h. der 80 er und 85 er, statt der Zwei sei der Sechser „gekommen”, dieser gehöre aber zu den geträumten Nummern, denn der Herr, der ihr die Nummern im Traume gesagt habe, wohne auf Nummer 6.
Ich sehe mich genötigt, eine Analyse vorzunehmen. Die Patientin ist sehr spärlich mit ihren Einfällen und kann das Wesen der Traumdeutung schwer begreifen. Der Traum, der einst zu einem Gewinnst geführt hatte, lautete: „Ich hörte eine Stimme: Setze die Nummern 17, 12 und 5.”
Ich bin nicht imstande, einen Einfall hervorzurufen, der diese Zahlen erklärt. Sie redet allerlei über Lotto und Bestimmung und besonders spielen die „Nummern” eine Rolle. Sie bemerkt auch von einer Freundin: „Oh, die ist eine feine Nummer! Die wird nicht nervös werden.”
Ich lasse mir nun den rezenten Traum erzählen. Er lautet: Herr Springer sagte mir: Setzen Sie Nummer 80, 85 und 2. Schen Sie, ich bin 80, meine Frau 85 und wir leben so glücklich wie die Tauben.
Die Einfälle erzählen uns, dass der Herr Springer seit einem halben Jahre Witwer ist. Ihr Bruder kennt auch einen Baron Springer, der beim Rennen eine grosse Rolle spielt. Ihr Bruder hat bei einem Preisspringen den ersten Preis gewonnen. Er ist ein famoser Reiter, besonders ein ausgezeichneter „Springer”. Seine Frau jedoch habe ihm das Reiten verboten, weil ein Bekannter vom Pferde g