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Eine 25 Jahre alte Patientin erzählte mir in den ersten Stadien der Behandlung einen Traum, den sie mit 9 Jahren gehabt hatte. In diesem sah sie, wie ihr Vater einem Hunde die Kehle durchschnitt mid das Tier aufhängte, wie er dies mit Schweinen zu tun pflegte. Das Blut war statt rot weiss, ein Umstand, welcher der Träumerin besonders entsetzlich schien.
Der Traum stellte natürlich die Phantasievorstellung eines sadistischen Angriffes von seiten des Vaters dar und ich brauche die Einzelheiten der Analyse nicht zu erzählen. Als ich jedoch herauszufinden trachtete, warum sie sich gerade mit einem Hund identifiziert habe, kam ich auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Sie sagte, der Hund des Traumes sei ein männlicher Hund, Jack genannt, gewesen, den sie besessen hatten, als sie ein junges Mädchen war. Ich verfolgte die Analyse nicht weiter, da die Behandlung erst begann, sondern nahm neues Material auf.
Etwa zwei Monate später erklärte mir die Patientin, dass sie seit einiger Zeit die Absicht gehabt hätte, mir ein Geständnis zu machen. Als ich sie um den Hund befrug, hatte ein ihr unbekannter Einfluss bewirkt, dass sie mich belog. Sie erinnerte sich genau, sowohl vorher als auch während der Erzählung, dass das Tier im Traume eine Hündin gewesen sei, die Flora gerufen wurde, doch hätte ein unbestimmtes Etwas, sie dazu getrieben, dies während der Darstellung zu verändern. Es stellte sich dann heraus, dass Flora auch der Name war, den die Familie einem Dienstmädchen gegeben hatte, da deren eigentlicher Name mit dem der Patientin übereinstimmte.
Zur Zeit als diese Redaktion des Traumes vorgenommen wurde, hatte die Patientin keine Kenntnis von dem verborgenen Inhalte. Ihr Unterbewusstsein jedoch hatte 16 Jahre später, als sie um den Traum befragt wurde, einen schwachen Punkt in der sichtbaren Oberschichte erkannt und hatte rasch eine bewusste Entstellung verursacht, deren Grund die Patientin nicht anzugeben vermochte. Es ist wahrscheinlich, dass manche „zwecklose” Lügen ähnliche