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Die Auffassung der Psychoanalytiker über die Bedeutung des Psychosexuellen in der Familie wird von den zahlreichen Gegnern der neuen Schule mit Entrüstung zurückgewiesen. Es wird unsere Leser gewiss sehr interessieren, folgende Zeilen aus dem kleinen Buch des berühmten Schriftstellers E. Faguet (le prince de la critique en France) „De la Famille” zu lesen:
„Es kommt ein Alter in dem Leben der Kinder, in dem eine Trennung auf natürliche Weise entsteht und entstehen muss; der Sohn gehört künftighin viel mehr dem Vater, die Tochter der Mutter. Das kommt bei der Tochter mit 13, bei dem Sohn mit 15 Jahren. Diese Verteilung würde schmerzlich sein, wenn sie nicht allmählich stattfinden würde. Sie geschieht nicht schmerzlos, sie muss aber geschehen. Der erste Grund ist, dass der Vater von diesem Moment seine Tochter in nichts mehr zu belehren hat, noch die Mutter ihren Sohn. Der folgende ist, dass die Gefühle des Vaters für die Tochter, der Mutter für den Sohn nicht genau den Gefühlen entsprechen, welche ein Erzieher oder eine Erzieherin nötig hat. Betrachten sie es gut: der Vater liebt seinen Sohn, er ist in seine Tochter verliebt, die Mutter liebt ihre Tochter; sie ist in ihren Sohn verliebt. Ich möchte sagen, dass der Vater eine zärtliche Bewunderung für seine Tochter empfindet, die Mutter ein Gefühl ängstlicher Bewunderung für ihren Sohn. Die Mutter findet ihren Sohn immer schön, gross, intelligent, geistreich; sie befürchtet und wünscht zu gleicher Zeit, dass alle Frauen in ihn verliebt seien; und wenn dies keine Liebe ist, so ist es ein Gefühl, das damit sehr verwandt ist. Der Vater findet seine Tochter immer hübsch und einige leichte Fehler, Koketterie, Putzsucht, etwas Träumerei oder „Gaminerien” (Schelmereien) bei ihr missfallen ihm nicht. Der Schrecken der Schwiegermütter für die Schwiegertöchter, einiges Vorurteil der Schwiegerväter für die Schwiegersöhne kommen