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Obwohl Loewenfeld von Freud's 3 Abhandlungen zur Sexualtheorie ausgeht, erhebt er doch eine Reihe von Einwendungen gegen diese. Das Ludeln z. B. könne gelegentlich eine sexuelle Miterregung herbeiführen, müsse es aber nicht, die Säuglingsonanie bilde durchaus kein regelmässiges, ja nicht einmal ein häufiges Vorkommnis („es bleibt mir völlig unerklärlich, wie Freud zu der erwähnten Anschauung kam”, L.)2), auch die Häufigkeit einer Wiederkehr der Säuglingsonanie und des Auftretens pollutionsartiger Vorgänge in späteren Kinderjahren widerspreche seinen Erfahrungen. Der Entblössungs- und Schautrieb finde sich nur bei einem Teil der Kinder und müsse nicht in der Art wie der Exhibitionismus gedeutet werden. Die Annahme liege näher, dass das Vergnügen des Kindes bei der Entblössung lediglich auf der Befreiung von der von ihm lästig empfundenen Umhüllung beruhe, der Schautrieb andererseits lasse sich ungezwungen als eine Teilerscheinung der kindlichen Wissbegierde oder Neugierde deuten, die sich auf alles erstrecke, was seinen Blicken und Händen unzugänglich sei. Dass die Grausamkeit frühzeitig mit der Sexualität in Verbindung trete, sei auch nicht zutreffend, vielmehr beruhe die kindliche Grausamkeit zumeist auf Unverstand und Mangel an Kenntnis,