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Ein Fall „lenkbarer Träume”. Zu den interessanten Mitteilungen Ferenczi über „lenkbare Träume” bin ich in der Lage, ein Beispiel mitzuteilen: Ein Mädchen von 17./18. Jahren hat Träume peinlichen Inhalts, die öfters wiederkehren. Will sie nun von einer Person oder Sache nicht träumen, so nimmt sie sich dies vor, und zwar unter der folgenden stereotypen Vorstellung: „Ich glaube mich in einem leeren kahlen Zimmer zu befinden, dessen einzige Tür sich direkt auf einen tiefen Abgrund öffnet, in dem ein Fluss fliesst. Die Tür, die man nach ihnen öffnet, steht offen und ich lasse im Türrahmen eins nach dem anderen die Gegenstände, Tiere und Menschen erscheinen, von denen ich nicht träumen will. Und vor jedem schliesse ich kräftig die Türe, indem ich zu mir sage das Wort: Hinunter! Dabei habe ich die Empfindung, als stiesse ich alles in den Fluss hinunter. Nachdem ich das einige Male wiederholt habe, steigt ein Nebel vom Fluss auf, meine Gedanken verwirren sich und ich schlafe ein ohne zu träumen.” Bei der ersten mündlichen Darstellung dieses Vorgangs, die sie mir gab, hatte das Zimmer ein Fenster, durch das die Gegenstände wiederkehrten, um noch einmal hinabgestossen zu werden.
Von Dr. Stekel wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass das Mädchen durch diesen Vorgang nichts gewinnt, da es die Konflikte, denen es entgehen will vor dem Einschlafen erledigt.
Ernst Marcus.