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An einem grossen Materiale wird die Frage der Abstammung der Musiker nachgeprüft. Die psychologische Eigenart der Musiker wird an zahlreichen Beispielen bewiesen. Die Kenntnis der Psychoanalyse hätte diese Arbeit zu einer endgültigen machen können. So ist sie nur grundlegend für spätere zusammenfassende Ausführungen geworden.
An Berlioz wird gezeigt, wie weit die pathologischen Veränderungen bei Musikern gehen können. Feis kommt bei diesem genialen Musiker zur Diagnose Hysterie und begründet sie eingehend. Ich bin in meiner Studie „Dichtung und Neurose” bei den Dichtern zu einem gleichen Ergebnis gekommen. Die eigentümlichen Anfälle des französischen Beethoven werden als Hysteroepilepsie aufgefasst. Über diese Diagnose liesse sich mancherlei ausführen. Ich glaube, dass es echte hysterische Anfälle waren. Feis weist mit Recht darauf hin, dass sie nur bei bestimmten Anlässen auftraten. Da Berlioz an grandiosen kriminellen Phantasien gelitten hat (wollte er doch ganze Armeen durch einen fremden Planeten zerstört sehen!), so können wir annehmen, dass ihm die Bewältigung der sadistischen Anlage nicht gelungen ist und dass er diese Anlage im hysterischen Anfalle austoben musste.
Beide Werke sind für den musikalischen Psychoanalytiker sehr anregend, und bieten auch dem in der Musik nicht Bewanderten einen interessanten Einblick in die Psyche des Musikers. Die wichtige Frage der Wahl der Kunstform, warum der eine Künstler seine Triebe musikalisch sublimiert, der andere dichterisch verwertet oder als Maler bewältigt, ist natürlich nicht entschieden. Mit Recht wird auf die grosse universelle Begabung der Musiker hingewiesen. Gibt es doch viele Musiker, die grosses dichterisches Talent hatten (Wagner, Berlioz, Schuhmann usw.), andere, die malerische Anlagen zeigen. Die Wahl der Kunstform muss entschieden auf infantile Konstellationen zurückgehen. Über diese Frage müssten eingehende Untersuchungen gemacht werden. Man denke beispielsweise an Goethes schauspielerisches und malerisc