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Das Buch enthält, neben biographischen Daten, eine kurzgefasste Darstellung der wichtigsten Forschungsergebnisse Lombrosos.
Einige wesentliche Züge seiner Lehren seien in ein paar Sätzen wiedergegeben. — Die Natur schafft den Verbrecher, indem sie ihn mit einer bestimmten Charakterveranlagung geboren werden lässt, die sich nicht ändert, sondern nur manifestiert. Diese Charakterveranlagung ist nach Lombroso identisch mit der „moral insanity”; sie bedeutet ihm ein Stehenbleiben auf früheren Entwickelungsstufen, ein Atavismus. Auf Grund des biogenetischen Grundgesetzes lässt jede Entwicklungshemmung Atavismen erwarten. Was andere Degeneration nennen ist ein zur Entwicklungshemmung führender pathologischer Prozess. Die kriminalanthropologische Arbeit Lombrosos beschäftigt sich hauptsächlichst mit dem Nachweise der verschiedenen Atavismen, u. a. im anatomischen Bau, vornehmlich des Schädels. Das wesentlichste Ergebnis lautet: Das Menschenhirn hat den ausgebildeten Primatentypus, aber die Affenähnlichkeit ist beim Verbrecherhirn noch weit stärker ausgeprägt. Die bekannten Degenerationsmerkmale des Schädels werden aufgezählt und ihr perzentuelles Vorkommen bei Schwerverbrechern dargelegt. Auch Prostitution und Prostituierte sind als Rückschlagsbildungen gekennzeichnet.
Aus den psychologischen Erörterungen des Verbrechers scheint mir die wichtigste, hier hervorgehobene Tatsache, die Sorglosigkeit des Verbrechers und sein Gleichmut vor dem Tode zu sein. An dieser allerwichtigsten Eigenschaft müssten auch später psychoanalytische Betrachtungen ansetzen. Bezüglich des Parallelismus sei zitiert: „Was nun die sich aufdrängende Frage nach dem ursächlichen Zusammenhange zwischen den psychischen und physischen Grundmerkmalen des Verbrechers angeht, so kann aus den physischen Merkmalen ein Schluss