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Zum Wahrheitswert des Symbols: „Erde = Mutter”. Unsere Gegner sind darüber entrüstet, wenn die Psychoanalytiker die entzückte Begeisterung eines Malers für die Schönheiten der Natur1) oder die anhaltende Interessen eines Naturforschers für die auf Erden befindlichen Dinge mit verdrängten (und sublimierten) sexuellen Interessen in Zusammenhang bringen, die seinerzeit mit der Person der Mutter verknüpft waren. Sie werden vielleicht zur Nachprüfung angeregt werden, wenn sie über Leonardo da Vinci — über dessen Forscherarbeit und Mutterkomplex sie in Freud's Monographie2) eingehende Erörterungen finden können — Folgendes hören werden:
„Über die Gezeiten kommt er nicht ins Klare. Ist Ebbe und Flut eine Wirkung des Mondes, der Sonne? fragt er. Die Antwort lautet verschieden. Bald meint er, es sei das Atmen der Erde, die er lange, und nicht bloss im Phantasiespiel, für ein lebendes Wesen, im Gleichnis des Tieres gebildethält, und es wären die Berge die Knochen, und die Flüsse die Adern, gespeist aus unterirdischen Wassern wie aus einem Blutsee, Wassern, die zu den Gipfeln steigen, wie das Blut zum Gehirn und so wie aus einer geborstenen Vene durch den Felsspalt brächen und Ursprung aller Flüsse würden: so kreisten die Wasser und nährten die Erde, wie das Blut in den Adern kreist und den Leib ernährt”3).