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Es gibt vielleicht keine andere Erfahrung in der Psycho-Analyse, welche die Ungläubigkeit so sehr herausfordert, wie jene Fälle, bei denen das Unbewusste Zahlen zum Ausdrucke seiner Zielvorstellungen benützt. An der Tatsache selbst, wie sie von Freud, Adler, Stekel und Jung geschildert wurde, kann niemand zweifeln, der sie aus eigener Anschauung kennt, doch an einige von den komplizierteren Beispielen zu glauben, besonders an jene, die Stekel mitgeteilt hat, scheint fast physisch unmöglich zu sein. Jung1) hat sehr treffend bemerkt: „Die Grenzen, wo das rein Spielerische anfängt, sind schwer zu ziehen — notwendigerweise, denn das unbewusste Produkt ist Schöpfung spielender Phantasie, jener psychischen Instanz, aus der auch das Spiel entsteht. Es widerstrebt dem exakten Geiste, dieser nach allen Seiten ins Haltlose sich verlierenden Spielerei nachzuhängen.” Gehäufte Erfahrung erzeugt immer mehr und mehr die Überzeugung, in wie ausgedehntem Masse die Behandlung der Zahlen im Unbewussten vor sich geht, so dass man dahin gelangt, unser instinktives Widerstreben und unsere starke Abneigung, die Erklärungen zu akzeptieren, bloss als eine Form des vom Unbewussten ausgehenden Widerstandes anzusehen. Die Intensität und die Regelmässigkeit im Auftreten dieses Widerstandes überraschen, da sie weit grösser sind als bei gewöhnlichen Symbolen und man kann sich der Vermutung schwer entschlagen, dass Zahlen vom Unbewussten auf andere Weise behandelt werden, als Worte oder andere Vorstellungen. In durchaus überzeugender Weise hat Ferenczi in einem Artikel2) darauf hingewiesen, dass obszöne Worte nicht wie die übrigen behandelt werden und er bringt Gründe bei, die es wahrscheinlich scheinen lassen, dass die besondere Bedeutung, die ihnen beigelegt wird, auf gewisse infantile Eigenschaften zurückzuführen ist, die sie sich zu bewahren wussten. Die Annahme liegt nahe, dass eine ähnliche infantile Fixierung bei den Zahlen geschehen ist und dann lassen sich rasch zum mindesten drei Quellen