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Ich will versuchen, zu sondern, was in den folgenden Ausführungen aus der Zeit vor und nach meiner Bekanntschaft mit den Freud'schen Theorien herrührt.
Musikästhetische Untersuchungen stellten mich dem Problem der Einfühlung gegenüber. Mach und Poincaré klärten mich über die Kompliziertheit des Mechanismus der Unterscheidung: Ich-Nicht-ich auf und brachten mich auf den Gedanken, dass jede Befreiung von dieser harten Arbeit eine Erleichterung, eine Lust mit sich bringen müsse: ich identifizierte diese Lust mit der Lust der Einfühlung. Aus Schriften Hirth's, Reibmayr's, Poincaré's schöpfte ich die unklare Überzeugung, dass dem Unbewussten im künstlerischen Schaffen, wie Geniessen, bedeutende Rolle zukomme. Schliesslich legte ich mir eine phylogenetische Erklärung der Einführung zurecht und fand eine zeitweilige Befriedigung in dem Gedanken, dass die Fähigkeit zur Einfühlung eine soziale Notwendigkeit, somit der Akt der Einfühlung lustvoll sein müsse.
Da war die Tatsache der Freud'schen „Verdrängung” eine wahre Erleuchtung für mich. Nun erst wurde mir die Rolle des Bewussten und Unbewussten in der künstlerischen Betätigung klar; die Determiniertheit der Zensur durch das Unlustvolle machte die Lust bei der Aufhebung der Zensur verständlich. Diese Idee — in dem „Witzbuch” von Freud bezüglich des Witzes ausgesprochen — versuchte ich auf das Ästhetische überhaupt auszudehnen. Der Projektionsbegriff Freud's und der durch Ferenczi in seiner Schrift: Introjektion und Übertragung klargelegte Begriff der Introjektion wurde mir dann zur Veranlassung, den bisher als einheitlich dargelegten Vorgang der Einfühlung aus zwei Momenten zusammengesetzt zu erkennen, nämlich aus Introjektion und Projektion. Bei der Konstruierung dieser Theorie waren die von Ferenczi mir mitgeteilten Krankengeschichten von Paranoischen und das letzte Kapitel von Freud's Traumdeutung von mächtiger Hilfe. Überhaupt sind aber die Ideen, die ich aus den verschiedenen Werken von Freud und seiner Anh