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1. Eine 37 jährige, unverheiratete, sehr feine Dame, an Angstzuständen leidend, mit ausgeprägten homosexuellen Neigungen behaftet, hatte folgenden kurzen Traum: Sie war im Begriffe, eine treppenähnliche Leiter zu besteigen, die sich innerhalb einer Art von Turm spiralig hinaufzog. Die Wände dieses Turmes waren ganz offen, also gerüstähnlich. Dabei war es ihr möglich, nach jeder Richtung eine breite Landschaft zu übersehen (Schaulust?). Dicht vor ihr ging ein grosser Hund, der aber nach kurzer Zeit tat, als ob er sich fürchtete weiter hinaus zu gehen, und ohne sich umzuwenden, also mit dem Hinterteil gegen sie gerichtet, abzusteigen anfing. Er war bald soweit heruntergerückt, dass er unterhalb ihres Oberkörpers zu stehen kam und sich selbst gegen ihre Kniee drückte. Dabei will sie keinerlei Angst oder Aufregung empfunden haben, sondern sah in dem Hund nur ein gewaltiges Hindernis, welches ihr das Erreichen des ersehnten Zieles unmöglich machte, nämlich das Aufsteigen bis zu einer bestimmten Plattform, von der aus eine schöne Aussicht zu haben war.
Zu dem Ziel bemerkt die Träumerin, sie möchte gerne ihre Talente zugunsten der von ihr bevorzugten älteren Damen verwerten, sei aber durch ihre Krankheit daran gehindert. Aus den reichen Ergebnissen der Analyse soll hier nur wenig mitgeteilt werden: Als kleines Mädchen spielte sie gerne mit Buben und wollte selbst gerne ein Bub sein. Ihre im ganzen von ihr sehr geliebte Mutter starb vor vielen Jahren an einer langwierigen Krankheit; nach ihrem Tode machte sich die Tochter Vorwürfe, sie etwas vernachlässigt zu haben. Mit etwa 16 Jahren ein Koitusversuch mit einer Schulgenossin, der ihr ausserordentlich schwere Selbstvorwürfe eintrug. Ihre Vorliebe für ältere Damen setzte mit etwa 20 Jahren ein. Wenn sie aber in der Nähe einer solchen Dame ist, gerät sie in so starkes Zittern, dass ihr jedes Entgegenkommen unmöglich wird; sie bringt es auch nie dazu, die Rolle der intimen Freundin, die sie gerne spielen möchte, zu erreichen.
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