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Die fortgesetzte Mitteilung von Beiträgen zur „Psychopathologie des Alltagslebens” rechtfertigt sich durch die besondere psychologische Durchsichtigkeit, welche die meisten unserer harmlosen Fehlleistungen vor den ihnen nahestehenden pathologischen Äusserungen des Seelenlebens auszeichnet. Wie kein zweites psychisches Phänomen kommen sie der psychoanalytischen Aufklärung entgegen, ja drängen sich ihr in vielen Fällen geradezu auf. Nicht selten werden sie von psychologisch uninteressierten Menschen mit jener Verwunderung erlebt und berichtet, welche den ersten Anstoss zur verständnisvollen Beurteilung und die Grundlage für die Annahme der psychoanalytischen „Deutung” bietet. Wer sich Skeptiker genug dünkt, um die Möglichkeit und Zulässigkeit derartiger psychologischer Aufklärungen zu bestreiten, sich aber trotz seines Skeptizismus mit der simplen Tatsache der Fehlhandlung abzufinden vermag, dem sei entgegnet, dass auch der Psychoanalytiker etwa einen Verlust ohne unbewusste psychische Motivierung gelegentlich wird anerkennen müssen, dass aber in vielen Fällen uns die Empfindung der betreffenden Person selbst auf die Spur der geheimen Motivierung zu leiten vermag. Äussert sich doch in der störenden Fehlhandlung oft mit aller Deutlichkeit das Wirken eines (unbewussten) „Gegenwillens”, den man nicht einmal, wie etwa beim Traum, dem geänderten psychischen Zustand zuschieben kann, sondern den man in seinem anscheinend einheitlichen