You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Nun liegt der VIII. Band der Anthropophyteia, dieses einzig dastehenden Sammelwerkes, vor uns, überrascht durch die reiche Fülle des gesammelten Materials und bringt wie alle vorhergegangenen Bände so viel reiche Anregung und Belehrung, dass man einen Band über den Band schreiben müsste, wollte man alle Gedanken, die sich bei der Lektüre aufdrängen, in Worte fassen. Da sind zuerst die verschiedenen erotischen Lexika, die uns Psychoanalytikern so wichtig sind, weil sie uns teils Bestätigungen alter Symbole, teils neue Aufklärungen bringen. Den Anfang macht Prof. Müller (Dresden): „Aus dem erotischen Wortschatze der deutschen Mundarten, sowie der älteren deutschen Literatur.” Ferner englische, russische, polnische, serbische, albanesische und jüdische Lexika. Dann eine sehr wertvolle Abhandlung von Ljuba T. Daničič über das „Handtuch und Goldtüchlein in Glauben, Brauch und Gewohnheitsrecht der Slaven”. Es folgen eine Menge von kleineren Beiträgen: Vom Geschlechtsleben in Kalabrien; Zauberglaube auf Haiti; Die Passauerkunst bei den Negern auf Haiti; Brautsitten unter den Evhenegern in Togo; Über die Gebräuche bei Eintritt der Menstruation bei den Evhenegern; Neue Forschungen über das Geschlechtsleben bei den Äthiopern; Erotische Bildwerke aus Westafrika; Geschlechtliche Sitten in Peru; Darstellungen der Vulva in den seitgenössischen „Graffiti”; Homoerotische Briefe des Philistratos; Ein homosexuelles Inserat und die Angebote von Numa