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Sir William Ramsay über die Genese wissenschaftlicher Entdeckungen. „Die Kunst der Entdeckung besteht darin, dass man Glieder schmiedet, durch welche
Tatsachen in Zusammenbang gebracht werden, zwischen denen man früher keinerlei Beziehung vermutete. Einige sind in solcher Beziehung mehr begabt, als andere. Ein gutes Gedächtnis scheint mir oft eher ein Hindernis als eine Hilfe beim Entdecken zu sein. Die Erklärung liegt vermutlich darin, dass etwas wie ein unterbewusstes Gedächtnis besteht, in welchem „vergessene” Tatsachen aufbewahrt liegen und wo erforderliche Verbindungen hergestellt werden, die ins Bewusstseiu aufsteigen, wenn eine ausreichende Anregung dazu eintritt.” (S. W. R.: „Vergangenes und Künftiges aus der Chemie.” Deutsch herausgegeben von Prof. W. Ostwald, Leipzig, 1909. Man vergleiche dazu die Ausführungen Freud's über das Thema im letzten Kapitel der Traumdeutung.)
J. Hárnik.