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In der Darstellung seiner Krankheit durch den paranoiden Schreber selbst nimmt den Mittelpunkt der Symptome das Verhältnis zu Flechsig ein, das, wie Freud zeigt, wenigstens in der Krankheit ein homosexuelles ist. Schreber ist 8 Jahre vor seiner definitiven Erkrankung in einem hypochondrisch gefärbten, leichteren Anfall seiner Schizophrenie von Flechsig behandelt und geheilt worden und hat seitdem eine grosse Verehrung für diesen seinen Arzt bewahrt. Wie bei einer bereits bekannten Gruppe von Homosexuellen kommt bei dem sonst normalgeschlechtlichen Patienten die homosexuelle Anknüpfung auf dem Wege der Übertragung zustande. Auf Flechsig werden Gefühle übertragen, die zuerst dem Vater (und vielleicht auch einem älteren Bruder) gegolten hatten. In der Auffassung Flechsigs durch Schreber lässt sich dabei auch der gewohnte Vaterkomplex mit seiner ambivalenten Mischung von verehrungsvoller Unterwerfung und rebellischer Auflehnung deutlich finden. Genau die gleiche Parallele lässt sich ziehen zwischen dem Vater und Gott, der später in den Phantasien Schrebers Flechsig ersetzt. Da kann