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Diese Arbeit wurde als Referat im September-Kongress der Internationalen Gesellschaft für medizinische Psychologie (1911) vorgelesen. Verf. nimmt Stellung gegen die zahlreichen Autoren, welche die Spezifität der Hypnose ableugnen (Bernheim, Babinski, Meige, Dupré etc.); er bringt ein kleines Experiment vor, welches geeignet erscheint, zu beweisen, dass die Hypnose ein besonderer psychischer Zustand ist. Wie ist der psychische Zustand in der Hypnose? Unter den (nicht suggerierten) Veränderungen, welche die Hypnose in den verschiedenen seelischen Funktionen verursacht, werden erwähnt: der Verlust der Initiative, die posthypnotische Amnesie. Die intellektuellen Funktionen (Reaktion, Assoziation, geistige Arbeit, Urteil) zeigen kaum Änderungen. [Ausgedehnte Versuche des Verf. liegen vor; siehe: Claparède-Baade: Recherches expériment. sur quelques processus psychiques simples dans un cas d'hypnose; Archives de Psychologie VIII.] Die Affektivität scheint mehr modifiziert zu sein (Variationen der Gemütslage, Charakterwechsel). Das Verhalten der Suggestibilität wechselt, sie scheint mit den direkten Suggestionen zu-, mit den indirekten Suggestionen abzunehmen. Ein wichtiger Zug ist die Mobilmachung der unbewussten Prozesse. Cl. fasst den psychischen Zustand der Hypnose wie folgt zusammen: eine mehr oder weniger starke Abschwächung der Initiative und Spontaneität, mit Tendenz zur Lenkbarkeit und Herabsetzung der Schwelle des psychischen Lebens, welches in intimeren Konnex mit dem Unbewussten tritt.
Verf. bespricht die verschiedenen Theorien des Mechanismus der Hypnose. Die Auffassung Ferenczi's als ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis zwischen Hypnotiseur und Hypnotisiertem auf Basis der infantilen Sexualität (Elternkomplex) kommt ihm als die interessanteste und die tiefste vor. Die skizzenhaften Ausführungen über die biologische Funktion der Hypnose sind anregend und im Original zu lesen. Es ist sicher, dass derartige Erscheinungen ohne Berücksichtigung ihrer Phylogenese n