You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Verf. betitelt ihre Ausführungen im IV. Kapitel: Dissoziation und Psychoanalyse. Sie bespricht in Form des Feuilletons die Frage der pathologischen Dissoziation; sie hat die Beobachtung gemacht, dass das Unbewusste in den Stunden der Ermüdung, Depression etc. tätig ist. Die Synergie des Bewussten und Unbewussten scheint notwendig zur Herstellung des psychischen Gleichgewichts zu sein. Beim Normalen ist eine Art Dissoziation nachweisbar; dafür werden Beispiele von Fehlhandlungen angegeben. Nirgendwo wird eine tiefere psychische Motivation nachgewiesen oder gesucht. Freud's „Psychopathologie des Alltags” wird nicht gewürdigt. Der folgende Abschnitt behandelt die Dissoziation im Traum und die Traumanalyse. J. scheint sehr physiologisch zu denken, denn sie behauptet nach kurzer Mitteilung eines Traumes: die Dissoziation ist in dem Fall durch den Schlaf einzelner Gehirnteile zu erklären (!). Was Verf. „Psychoanalyse des rěves” nennt, ist eine blosse Erzählung von zwei Träumen ohne Spur von Psychoanalyse. (Ref.) Es wäre zu wünschen, dass die Autoren von Psychoanalyse nur dann reden, wenn sie die Freud'sche Methode meinen, um unnötige Verwechslungen zu vermeiden. Dies gilt um so mehr, als die „Revue psychologique” in einer Nummer dieses Jahrganges auf die Psychoanalyse Freud's aufmerksam machte.
A. Maeder.