You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Campbell stellt zwei Richtungen in der modernen Psychiatrie einander gegenüber, und nennt sie die Schulen der „formalen Unterscheidung” (Differentiation) und der „subjektiven Analyse”. Er hebt die Unzulänglichkeit der ersten hervor, ihre Unfähigkeit, Entwickelung und Sinn einer Geistesstörung zu verstehen. Anschliessend bringt er einige kurze und klare ausführliche Analysen von verschiedenen Typen von Psychosen, um zu zeigen, dass die Psychoanalyse ein viel weiteres Arbeitsfeld hat, als gewöhnlich angenommen wird. Die Krankheits-Analysen sind überzeugend und auch für erfahrene Psychoanalytiker interessant. Der Verfasser scheut sich nicht, die sexuellen Ursachen zu nennen und weist ihnen eine vorherrschende Bedeutung zu. Zum Schluss berichtet er kurz über zwei Fälle von manisch-depressivem Irresein und versucht die Anfälle mit psychogenen Faktoren in Beziehung zu bringen. Die Schrift ist keine tiefgehende Untersuchung, bringt vielmehr Beispiele für das weite Arbeitsgebiet.
Ernest Jones.