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In dieser Arbeit, die sich mit theoretischen Fragen beschäftigt, plädiert Hart für die psychologische Untersuchung der Geistesstörungen und vergleicht die physiologischen und psychologischen Gesichtspunkte. Solche prinzipielle Darlegungen gelingen dem Autor besonders gut; er bringt, was er zu sagen hat, in einem verständlichen und überzeugenden Stil vor. Bei der Besprechung der materialistischen Schule, die darauf ausgeht, die geistigen Vorgänge erst in physiologische Vorgänge zu übertragen, bevor sie wissenschaftlich untersucht werden, zitiert er Höffdings Bemerkung, dass diese Schule in Wirklichkeit die Psychologie vernichten will, um sie zur Wissenschaft zu machen. Überhaupt ist Wissenschaft nur durch ihre Methodik und nicht durch ihr Material charakterisiert. Die Methode besteht erstens in der Beobachtung und Klassifizierung der Geschehnisse, zweitens in dem Aufbau eines begrifflichen (Konzeptual-) Modells mit Hilfe des disziplinierten Vorstellungsvermögens und drittens im Vergleich der Ergebnisse, die vom Modell abgeleitet werden, mit den Tatsachen der fallweisen Erfahrung. Es ist grundlegend wichtig, klar zwischen dem Phänomenalen und dem Begrifflichen zu unterscheiden. Jede Erfahrungstatsache ist ein Phänomen, die Annahme ist eine Konstruktion des Menschen: Farbe ist Phänomen, Äther und Ätherwellen Annahme. Hart besteht nun im Anschluss an die Lehre vom psycho-physischen Parallelismus darauf, die Elemente der physischen und der psychischen Folgen von Geschehnissen unbedingt auseinander zu halten. Es ist ebenso unstatthaft, physiologische Bezeichnungen für geistiges Geschehen zu gebrauchen, als psychologische Bezeichnungen für physisches Geschehen. Diese Regel wird von der physiologischen Wissenschaft bereits befolgt