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Diese Publikation wurde als „Presidential Address” vor der neurologischen Sektion der „Royal Society of Medicine” vorgetragen und ist deshalb von symptomatischer Bedeutung für die allgemeine Stellungnahme in England. Die beiden Theorien sind die von Janet und die von Freud Ormerod gibt zuerst eine durchsichtige Darstellung der ersteren, ohne sich viel in Kritik einzulassen. Seiner Meinung nach erklärt Janet in hervorragender Weise gewisse Züge des Krankheitsbildes, andere hingegen nicht. Er vermisst den genügenden Beweis für die Existenz einer primären geistigen Unfähigkeit, die als Grundlage abnormer Einschränkung des Bewusstseins angenommen wird. Eine psychologische Theorie der Hysterie ist für jetzt zu begrüssen, bis wir imstande sein werden, die geistigen Vorgänge mit physiologischer Terminologie darzustellen. (Vgl. hierzu die Besprechung von Hart's Arbeit in dieser Nummer des Blattes.) Jede solche Theorie muss eine unterbewusste geistige Tätigkeit voraussetzen. „An der Existenz einer solchen ist kaum zu zweifeln; aber auf einem solchen Gebiete besteht die grösste Schwierigkeit, beides, sowohl die Einzeltatsachen als die allgemeinen Gesetze mit Sicherheit festzustellen. Die unterbewussten Vorgänge mögen ja das beste Beweismaterial sein, das für eine Theorie zu haben ist; aber sie sind sehr unwirklich (unsubstantial), buchstäblich „ein Stoff, aus dem Träume sich bilden”.” (Diese Stellungnahme ist sehr charakteristisch für das Verlangen des Engländers nach Konkretem, nach Tatsächlichkeit, welches seinem Misstrauen und Widerstreben der Psychologie gegenüber zugrunde liegt. Ref.)
Dann folgt eine ganz unzulängliche Darstellung von Freud's Theorie der Hysterie. Als Basis diente offenbar bloss die Brill'sche Übersetzung einer Auswahl von Freud's ersten Schriften, so dass wir viel von Abreagieren, hypnoider und Retentions-Hysterie, sexuellem Trauma u. dgl. erfahren. Der Konversions-Mechanismus „eröffnet ein schönes Feld für Rätsellösungen”. In bezug auf zwei Angaben Freu