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Wilson bespricht einige französische Lehren über Hysterie, da in derselben Nummer des Brain die Freud'schen Lehren von Hart erörtert wurden (s. Zentralbl. Jahrg. II, S. 43). Er diskutiert die Theorien von Janet und Babinski. Wilson's Artikel ist lesenswert, sowohl wegen der vorzüglichen Darstellung des Gegenstandes, als auch wegen des kräftigen und nicht humorlosen Stiles. Er beginnt mit allgemeinen Bemerkungen auf Grund von Ansichten verschiedener Autoren des letzten Jahrhunderts und hebt die Tatsache hervor, dass jeder an die Ergebnisse der Erfahrung appelliert und wirklich von ihr grade seine Ansicht bestätigt findet. Wilson hebt die Züchtung von künstlichen Krankheitsbildern durch den Einfluss einer eigentümlichen geistigen Umgebung hervor, so in der Salpetrière, in Wien usw. In England ist die Krankheit nie gepflegt oder erforscht worden, und es müsste hier am ehesten gelingen, die subjektiven Momente auszuschalten und ein objektives Urteil über die verschiedenen Meinungen zu gewinnen.
Babinski's Definition der Hysterie verwirft er aus nosologischen Gründen und wendet gegen seine allgemeine Auffassung folgendes ein: Wir haben kein charakteristisches Zeichen für Suggestion oder Persuasion; Babinski's Lehrsätze können nicht ausreichend die häufige Vereinigung von wirklichen Symptomen mit pithiatischen erklären, ebensowenig das häufige gleichzeitige Auftreten von Erscheinungen, die offenbar auf Simulation beruhen; hysterische Symptome können auch anders als infolge von Suggestion entstehen; die Lehre Babinski's gewährt keine Einsicht in das grundlegende Problem der hysterischen Psyche.