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Auf 32 Seiten gibt Kostyleff eine gedrängte Darstellung und Kritik der Freud'schen Traumtheorie, die, im Wesentlichen ablehnend, als einzigen grossen Gewinn für die Wissenschaft die von Freud unternommene Feststellung des Prozesses der Regression betrachtet. Verf, lässt die Annahme von vier Arten der Traumarbeit: Verdichtung, Verschiebung, Rücksicht auf Darstellbarkeit und sekundäre Bearbeitung vollauf gelten, leugnet aber, dass der Antrieb zum Traum stets nur von einem Wunsche ausgehen müsse; jeder affektive Zustand („der am Vortag empfundene Schrecken, ein irgendwie heftiger Eindruck, eine Wallung des Zornes oder Ekels usw.”) ist nach seiner Ansicht hierzu ausreichend, ja noch weniger. Die Regression, der K. sein Hauptaugenmerk zuwendet, anlangend, meint dieser, eine vollständige Regression bis zum Systeme W sei kaum möglich. Indes stelle sich der Mechanismus vom dynamischen Standpunkt aus — dem des Verf. — ganz anders dar. Der rückläufige Weg sei keine Regression, sondern eine Wiederherstellung, nicht eine Rückkehr zur primären Region, sondern zur ursprünglichen Form. Gleichgiltig, ob Empfindung, Erinnerung oder Traum: die Richtung der Reflexe bleibt stets dieselbe. Man kann daher nicht sagen, dass eine progrediente Nervenströmung einen Widerspruch schaffe. Erinnerungen und Assoziationen — die zentralen Ursprungs sind — entstehen anstandslos neben den direkten Perzeptionen. Wenn sie nicht die sinnliche Lebhaftigkeit der Träume erreichen, ist nicht eine entgegengesetzte Leitung (die im Traume natürlich fehlen würde) daran schuld, sondern die Konkurrenz der parallelen Strömungen. Die Verstärkung (nach Freud: „des bewussten Wunsches durch einen gleichlautenden unbewussten, wodurch jener zum Traumerreger wird”) braucht nach K. nicht immer durch einen infantilen Wunsch zu erfolgen, sondern kann durch jede Erinnerung statthaben, bei der die zwei Bedingungen: sinnliche Frische des Subjektes und entsprechende Richtung der Aufmerksamkeit, erfüllt waren, und vermag sich au