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Gelungene Auslegung eines Traumes. Aus dem Briefe einer analysierten Patientin: „Ein mir bisher völlig fremdes Mädchen, mit dem ich damals zum zweiten Male gesprochen habe, erzählte jüngst einen Traum und fragte mich, ob ich nicht weiss, was er bedeuten könne. Sie träumte, dass ihre Mutter sie stark ausschalt um etwas, worauf sie sich nicht erinnert. Sie erzürnte sich, nahm eine grosse Schere und schnitt die eigene Brustwarze ab; dann zeigte sie sie jubelnd ihrer Mutter. — Ich sagte ihr verwundert, dass ich ihr meine Deutung unter vier Augen sagen werde. Als die Gelegenheit kam, sagte ich ihr zaudernd, ihr Traum könne vielleicht bedeuten, dass sie kein Kind haben will und darum ihre Brustwarze abschneidet. Dann zeigt sie sie jubelnd, als ob sie sagen würde: „Umsonst würde ich ein Kind bekommen, ich könnte es nicht stillen.” Worauf sie erblich, und meine Hände ergreifend, sagte: „Um Gottes Willen, Sie haben es hemerkt?!” — ,Was denn?’ fragte ich verwundert. Nun gestand sie mir ein, dass sie wirklich in anderen Umständen sei und darum sich sehr vor der Mutter fürchte.”
J. Hárnik.