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Zur Psychologie des Künstlers. Goethe in den Wahlverwandtschaften: „Man weicht der Welt nicht sicherer aus als durch die Kunst, und man verknüpft sich nicht sicherer mit ihr als durch die Kunst.” Man erinnere sich der Freud'schen Auffassung über das Verhältnis des Künstlers zur Realität, die er jüngst im „Jahrbuch formuliert hat. („Über die zwei Prinzipien des psychischen Geschehens.” Jahrbuch III. 1. S. 6.)
J. Hárnik.
Bei C. F. Meyer findet sich folgende für den Psychoanalytiker interessante Stelle:
„Still”, sagt der Göttliche, „lass unentweiht,
Judas! Wer liebt, verschwendet allezeit.”
(Gedichte, p. 150.)
A. v. W.
Zum Thema Aussprache. „Was immer Sie getan, was immer Sie erlitten, ausgesprochen hätte es keine Schrecken mehr. Nur das Geheimnis ist der Abgrund, über der kein Ruf hinüberdringt, wäre er schmal wie eines Fingers Breite. Jedes wahre Wort schlägt eine Brücke zwischen Menschen, die sich einmal verstanden haben — jedes wahre, und wäre es schwer von den Verbrechen, die die Menschen für die furchtbarsten halten: Untreue, Buhlerei und Mord.”
(A. Schnitzler: Der Ruf des Lebens. p. 51.)
A. v. W.