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Der Autor konstatiert die grosse Verwirrung, die in fachpsychologischen Kreisen hinsichtlich der Nomenklatur und der Begriffsfassung nicht bewusster Vorgänge existiert; er unterzieht die bisherigen Auffassungen einer kritischen Prüfung und schlägt vor, sowohl die Bezeichnung „Unbewusst-psychisch” als auch die physiologische Auffassung eines „unbewussten Gehirnvorganges” auszuschalten und nur die Definitionen unterbewusst, mit- oder nebenbewusst beizubehalten. Assagioli verkennt den psychischen Charakter der in Frage stehenden Phänomene durchaus nicht, behauptet aber von ihnen (z. B. auch von den bei Freud vorkommenden psychischen Faktoren), dass sie zwar uns nicht bewusst sind, aber dass ihnen ein Bewusstsein zukomme, er nimmt somit ein psychisches Hauptzentrum und mehrere Nebenzentren an. In der Aufzählung der verschiedenen in der Literatur vorkommenden Definitionen vermissen wir die Freud'sche Erklärung des Bewusstseins, als eines „Organs zur Wahrnehmung psychischer Qualitäten”, die eine ganz neuartige Lösung der in Frage kommenden Probleme anbahnen will und durchaus nicht übersehen werden darf.
Im allgemeinen scheint es mir, dass die vom Autor vorgeschlagenen Definitionen wie „Nebenbewusstsein” oder die Auffassung eines „nebengeordneten Bewusstseinszentrums” bzw. eines uns nicht bewussten Bewusstseins eigentlich nur Konzessionen an den Satz psychisch = bewusst vorstellen und so den nackten empirischen Sachverhalt, der nur eine psychische und doch zunächst nicht bewusste Erscheinung kennt, etwas verschleiert. Anderseits muss ja zugebilligt werden, dass der Schritt zur endgültigen Annahme absolut unbewusstpsychischer Phänomene nicht so leicht ist, weil dann der Philosoph gezwungen wird, die Kriterien des Psychischen und seiner Abgrenzung vom Physischen neu zu bestimmen. Jedenfalls ist eine Kritik aller vorkommenden Nomenklaturen nicht möglich, ohne erst in die Prüfung des Satzes psychisch = bewusst einzugehen. Eine erschöpfende Untersuchung gerade dieser einen Frage