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Wie konsequent sich das Unbewusste durchzusetzen weiss, wenn es ein Motiv hat, einen Vorsatz nicht zur Ausführung gelangen zu lassen und wie schwer es ist, sich gegen diese Tendenz zu sichern, dafür bietet der folgende Vorfall einen Beleg. Ein Bekannter ersucht mich, ihm ein Buch zu leihen und es ihm am nächsten Tage mitzubringen. Ich sage sogleich zu, empfinde aber ein lebhaftes Unlustgefühl, das ich mir zunächst nicht erklären kann. Später wird es mir klar: der Betreffende schuldet mir seit Jahren eine Summe Geldes, an deren Bezahlung er anscheinend nicht denkt. Ich denke nicht weiter an die Sache, erinnere mich ihrer aber am nächsten Vormittage mit dem gleichen Unlustgefühl und sage mir sofort: „Dein Unbewusstes wird darauf hinarbeiten, dass du das Buch vergisst. Du willst aber nicht ungefällig sein und wirst deshalb alles tun, um nicht zu vergessen.” Ich komme nach Hause, packe das Buch in Papier und lege es neben mich auf den Schreibtisch, an dem ich Briefe schreibe.
Nach einiger Zeit gehe ich fort; nach wenigen Schritten erinnere ich mich, dass ich die Briefe, die ich zur Post mitnehmen wollte, auf dem Schreibtisch liegen gelassen habe. (Beiläufig bemerkt war einer darunter, in dem ich einer Person, die mich in einer bestimmten Angelegenheit fördern sollte, etwas Unangenehmes schreiben musste.) Ich