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Verfasser hat es sich zur Aufgabe gesetzt, einmal ausschliesslich die psychosexuellen Vorgänge während der Entwickelungsjahre zur Darstellung zu bringen. Zu diesem Zwecke hat er die ganze pädagogische und ärztliche Literatur zusammengetragen und auch eine Reihe moderner Schriftsteller herangezogen, soweit ihre Dichtungen diese Probleme behandeln. Leider entspricht dem grossen Fleiss nur ein kleines Resultat. Kommt es doch am Ende nicht darauf an, aus so vielen Ingredienzien einen Extrakt zu liefern, sondern neue und richtige Gesichtspunkte aufzustellen. Da aber scheint mir das meiste verfehlt, obwohl der Autor auch Freud's „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie” gelesen und sie auch mehrfach im Detail zitiert hat. Schon die Einteilung des Themas Pubertät und Sexualität in A. Unbewusste Sexualität und B. Bewusste Sexualität scheint mir durchaus unrichtig, weil auf der Verwechslung von Sexualität und Fortpflanzung fussend. Wenn der Autor definiert: „Unbewusst im Sinne einer Unkenntnis des Ziels des Sexualtriebs”, so hat dies nicht einmal für den Säugling Geltung, der am Finger ludelt. Denn auch dieser kennt genau sein Sexualziel, Befriedigung zu finden durch geeignete Reïzung erogener Zonen. Aber selbst wenn man als Sexualziel einzig und allein Verlangen nach Liebe des anderen Geschlechtes ansieht, so besteht ein solches sicher bereits in der zartesten Kindheit, wie wir durch Freud's Untersuchungen wissen, durch unsere Analysen und direkte Beobachtungen von S. Bell an vielen Hunderten von Kindern. Zumal nach den letzteren ist es nicht mehr statthaft, von „echt kameradschaftlichen und freund-schaftlichen