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Unter obigem Titel veröffentlicht Weber Beiträge zur Psychopathologie des Alltagslebens, die die verschiedensten Gebiete psychischer Fehlleistungen berühren. Es ist interessant, die logische Determinierung dieser auch durch Beispiele aus einer fremden Sprache bestätigt zu sehen; der besondere Wert der Weber'schen Abhandlung scheint mir aber darin zu liegen, dass sie auch Beiträge von Schizophreniken und Paranoikern bringt und auch an diesen aufzeigen kann, was insbesondere die Züricher Schule behauptet: dass diese Psychosen nach den gleichen Mechanismen arbeiten wie die Neurosen und wie die normale Psyche und dass wir aus den scheinbar sinnlosen Leistungen dieser Kranken unschwer einen Zugang finden können zu der Realität, die sie sich geschaffen haben, sofern wir nur ihre Komplexe zu durchblicken vermögen. Trotz den Schwierigkeiten, die einer Übersetzung im Wege stehen, möchte ich doch einige Beispiele hier anführen. Wo die Übertragung versagt, behalte ich das Original bei. Vom „Vergessen” erzählt Verfasser: Ich steige aus der Tramway aus und vergesse das Ehepaar X., das darin sitzt, zu grüssen, wiewohl ich von ihm beim Einsteigen höflichst begrüsst worden war. Es stellt sich heraus, dass dieses Ehepaar eine alte Dame beerbt hat, über die ich seinerzeit ein Gutachten abzugeben hatte. Man hat bis heute vergessen, meine Honorarnote zu regeln. Ich „vergesse”, sie zu grüssen.
Eine Dame kann sich ein Wort nicht merken. Sie glaubt es sei das Wort „convenances”. In Wirklichkeit ist es „prévention”. Die Idee, die sie beherrscht, ist die einer „prévention de grossesse”.
Vom Verschreiben: In der Anstalt, die Weber leitet, ist ein Kranker, der dort wegen einer Weibergeschichte interniert ist, in der Untreue eine grosse Rolle spielte. Er heisst Peillard, Weber schreibt regelmässig Paillard (Hurer) und das, obzwar die Buchstaben a und e auf der Schreibmaschine durchaus nicht nahe beieinander stehen.
Für die Beharrlichkeit, mit der sich ein überwertiger Gedanke durchsetzt, bringt V