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Die überzeugenden Eindrücke von der Richtigkeit der analytischen Symptomerklärungen erhält der Arzt wie der Patient erst in der Übertragung. Solange dem Kranken nur das durch die freie Assoziation gelieferte psychische Material als Beweis für die Richtigkeit der analytischen Erklärungen zu Gebote steht, mögen ihm diese Erklärungen merkwürdig, überraschend, auch einleuchtend erscheinen: die Überzeugung von ihrer unzweifelhaften Richtigkeit, die Empfindung, dass sie die einzig möglichen Erklärungen sind, erlangen sie noch nicht, auch wenn sie sich noch so redlich bemühen überzeugt zu werden, ja sich das Überzeugtsein mit aller Kraft aufzwingen wollen. Es hat förmlich den Anschein, als ob der Mensch durch logische Einsicht allein überhaupt zu keinen echten Überzeugungen gelangen könnte; man muss etwas affektiv erlebt, gleichsam am eigenen Leibe empfunden haben, um jenen Grad von sicherer Einsicht zu gewinnen, der den Namen „Überzeugung” verdient. Auch der Arzt, der die Analyse nur aus Büchern gelernt hat, ohne sich selber einer gründlichen Seelenanalyse unterzogen und praktische Erfahrungen bei Kranken gesammelt zu haben, kann sich von der Wahrheit ihrer Ergebnisse nicht überzeugen; er gewinnt höchstens einen mehr oder minder hohen Grad von Zutrauen, der zeitweise der Überzeugung sehr nahekommen mag, hinter der aber immer noch unterdrückter Zweifel lauert.
Ich will hier eine Reihe von Symptomen anführen, die ich bei meinen Patienten während der Kur entstehen und durch die Analyse vergehen gesehen habe und die dazu beitrugen, dass der Eindruck von der Wahrheit der Freud'schen Mechanismen in mir zur Gewissheit —und dass in den Patienten das Vertrauen zur Sache geweckt oder gestärkt wurde.
Die freie Assoziation und die analytische Durchforschung der Einfälle wird bei Hysterischen nicht selten durch das unvermittelte Auftreten körperlicher Erscheinungen sensibler oder motorischer Natur unterbrochen. Man wäre zunächst geneigt, diese Zustände für unliebsame Störungen der Analy