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Es ist ein leidenschaftliches Büchlein, das uns der ungewöhnlich begabte Autor beschert hat. „Cum ira et studio”, wie er es sich als Geleitwort erkoren hat, schlägt er auf den „schönheitsseligen Snobismus” und auf die verzärtelte Ästhetenkultur los, überschüttet mit seiner überquellenden Satire „die spielerische, abgeschlossene Kunst der Dämmerseelen- und Stimmungsschlürfer”, überschäumt mit den Kaskaden seiner eisigen Ironie alles „Geschmackvolle, Geschmäcklerische und bloss Schöne”. Dazwischen streut er reife Betrachtungen über Wesen und Bedeutung von Kunst und Kunstwerk.
„Es gibt eine einzige Art, einen Dichter zu erfassen. Nicht der Hinweis auf literarische Vorgänger und die Zuweisung zu Richtungen. Sondern die seelische Analyse: das Vordringen zu seinen Grundgefühlen. Zu den Gefühlen, die bewusst oder unbewusst in allen seinen Werken schwingen.”
Mit der Freud'schen Tiefenpsychologie vertraut, erschliesst er uns das Verständnis des Dichters. Er erkennt in Beer-Hofmann einen, „der hart nach den letzten Dingen ringt, der letzte Menschheitsfragen aus den tiefsten Schächten des Innern in die Helle des Bewusstseins ge hoben hat”.