You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Verfasser heben die Bedeutung der Assoziationsexperimente für die Psychiatrie hervor. Die Methode hat den Nachweis der „unbewussten Assoziationen” geliefert, ihren Einfluss auf das „soziale und geistige Verhalten” des Individuums, ihren Wert für die Erforschung der Affektivität gezeigt. „Der Assoziationsversuch ist ein ausgezeichnetes Instrument der Psychoanalyse geworden.” Die Verfasser besprechen kurz und bestätigen im ganzen die Resultate der Zürcher Schule; sie gehen nirgends über dieselben hinaus1). Aus diesem Grunde eignet sich das Buch als erste Einführung für französische Leser in das grosse Gebiet der Komplexforschung. Es ist schade, dass die Autoren vor der Deutung der Symbole, welche in den von ihnen aufgenommenen Assoziationen zahlreich vertreten sind, Halt gemacht haben; vieles wäre ihnen nicht entgangen, was so deutlich zu sehen ist. Die belgischen Kollegen wollen bei den Assoziationen der Dementia praecox-Kranken keine Äusserungen der Affektivität gefunden haben (im Gegensatz zu Jung). Dabei vergessen sie, dass sie selbst verschiedene Male z. B. auf das Lachen der Versuchspersonen aufmerksam gemacht haben, welches gewiss eine Äusserung des Affektes ist; die von ihnen häufig nachgewiesene „Komplexhemmung” ist auch ein Affektvorgang. Wenn sie manchmal Komplexe bei den Schizophrenen nicht gefunden haben, ist es einfach, weil sie sie nicht gesehen haben; denn sie sind in ihren Assoziationen nachweislich enthalten. Sie haben vor der Inkohärenz Halt gemacht, ohne sich zu bemühen, diesen scheinbaren Unsinn zu enträtseln. Hinter den mehrfach konstatierten „Wiederholungen” des Reizwortes (Haftenbleiben) stecken z. B. im Falle 5 deutliche Komplexäusserungen. Die 5. der Schlussbemerkungen: Die Verlängerung der Assoziationszeit könne andere als Komplexursachen haben, z. B. bei Kranken, welche einem besonderen Bedürfnis