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Verf. schildert Beobachtungen, die er bei ca. 50 Sportsexpeditionen, die meist in Höhen von 2000, oft auch 3000 Meter führten, und bei Militärübungen gemacht hat. Er findet als Basis aller Ermüdungsvorgänge die Psyche und konstatierte bemerkenswerte Gedächtnisstörungen bei Bergtouren: ein Botaniker hat beispielsweise den Namen einer bekannten Pflanze vergessen, ein Arzt kann das Wort für Eosin nicht mehr finden. Ganze Lebensperioden sollen sogar dem Bewusstsein verloren gehen können, so dass normale Menschen imstande seien, Kartengrüsse an Verstorbene, z. B. an abgeschiedene Mütter und Frauen zu richten. Verfasser findet für diese, nicht im einzelnen analysierten Erscheinungen, bei denen so offenkundig die Wunscherfüllung des Unbewussten tätig ist, die allgemeine Erklärung, dass die psychische Sphäre eingeengt und viel Oberflächliches an Bildung, Anstand, Sittlichkeit weggeschmolzen sei, während nur das bleibe, was den einzelnen „nahe angehe”.
Auffallend war ihm das unvermutete Zutagetreten der Sexualität auch „bei Personen von bester Erziehung und tiefsittlichem Empfinden”. „Es ist dann, als wäre nichts anderes mehr da, wovon man sprechen könnte”, und wie der Tourist vorher dem vergessenen Namen nachstudiert habe, so suche nun das zutage getretene Sexualgefühl nach den Vorstellungen, die es eben noch in Zucht und Schranken hielten. In diesen letzteren seien die Elemente der Erziehung und Bildung auffallend wenig zu finden, dafür aber irgend ein dunkles Axiom, dem sich das Individuum mit seiner Moral und seinem Sexualgefühl verpflichtet glaube, und von dem es seine Sexualsphäre immobilisieren und seinen ganzen Lebensinhalt dominieren lasse. Ohne Mühe könne dieses Axiom auch als gesund- und krankmachendes Motiv für viele organische Affektionen erkannt werden.
Den Ausfall an Vorstellungskomplexen, der die Gedächtnisstörungen bedingt, betrachtet Verf. als weise Zweckmässigkeit, da dadurch vielerlei Motivierungen zu Willensimpulsen wegfallen und der herrlichen Automatie d