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Von dem umfangreichen Werk des verstorbenen norwegischen Philosophen und Psychologen John Mourly Vold über den Traum liegt nun der zweite (letzte) Band vor. Die Zusammenstellung der Arbeit aus dem hinterlassenen Schriftenmaterial besorgte auf Wunsch der Schwester des Verstorbenen Privatdozent O. Klemm.
Bevor ich auf die Besprechung des zweiten Bandes eingehe, muss ich zur Information des Lesers einige Worte über den ersten sagen, nicht ohne gleich vorauszuschicken, dass der zweite Band grossenteils weit interessanter und inhaltreicher als der erste ist, den man als eine starke Zumutung an die Geduld des Lesers bezeichnen muss.
Mühsam und unter langatmigen, sich beständig wiederholenden und nach allen Richtungen verflechtenden methodologischen Erörterungen wird im ersten Band in mehreren hundert Druckseiten etwas bewiesen, das ohnehin niemand bezweifelt; nämlich dass somatische Reize in den Inhalt der Träume eingehen. Der Verfasser wandte zum Erweise dieser Tatsache Reizungen der Füsse der Versuchspersonen an; es wurden entweder die Fussgelenke (eines oder auch beide) für die Nacht mit einem Band umwunden oder aber die Füsse in Strümpfe gesteckt. Dann wurden die Träume der Versuchsnächte mit solchen anderer Nächte verglichen und ihr erhöhter Gehalt an solchen Momenten konstatiert, welche auf die Fussreizung mehr oder minder deutlich hinweisen. In einer Zusammenfassung der Ergebnisse von Versuchen mit Reizung einer Unterextremität heisst es (Bd. I S. 214) bezüglich dieses Hinweises: „Am bestimmtesten trat der Reizcharakter derjenigen Traumpunkte hervor, in denen das