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Der Aufsatz ist im wesentlichen eine Polemik gegen Dubois, der als Ursache der Neurosen Denkfehler annehme. Seine Auffassung sei rein „intellektualistisch”, woran auch seine „Dialektik der Gefühle” nichts ändere. Das Dogma von der Heilung durch Belehrung sei nicht aufrecht zu erhalten. Man wirke nur durch das Gefühl auf das Gefühl.
„Und so — fährt Vogt fort — kann auch der erfolgreiche, mitfortreissende Arzt, der vielen hilft, sie „belehrt”, erzieht, überredet, sie aufrichtet, tröstet, ihnen Lebensklugheit verleiht, der Gefühlswirkung nicht entraten. Er nähert sich damit dem suggestiven Moment, das Dubois aus seiner ganzen Lehre und angeblich auch aus seiner praktischen Tätigkeit mit grosser Leidenschaft verbannt. Es ist wohl heutzutage kein Zweifel mehr darüber, dass eine strenge Trennung der suggestiven und der rein logisch belehrenden Vorgänge in der Erziehungstherapie überhaupt nicht durchführbar ist, dass das inadäquate Moment überall in das adäquate ohne scharfe Grenzen überfliesst. Ohne alle Frage liegt in der praktischen Seite der Dubois'schen Therapie eine ganze Reihe von suggestiven Momenten, denn schon der affektiv mitfortreissende, sich um das Schicksal seiner Kranken eingehend kümmernde, tröstende und belehrende, menschenfreundliche Arzt kann das Suggestivmoment von sich nicht abstreifen. Wozu auch? Und wozu etwas von sich stossen, dem wir alle, von der Wiege bis zum Grabe, unterworfen sind und dem wir wohl einen Teil des Besten in uns verdanken? In gewiss weitestem Sinne machen wir den Kranken, sei es durch die Ausschaltung der Hemmungen im hypnotischen Schlafe, sei es durch den Appell an das Gefühl in der affektiv mitfortreissenden lebendigen Rede, eben empfänglich oder, wenn wir wollen, suggestibel für das, was wir ihm sagen, wir machen ihn empfänglich für gute Lehre, für Trostworte, für die Kraft des inneren