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Unter dem Namen „motorische Schlafstörungen” fasst Verf. motorische Reaktionen motorisch erregbarer Gehirne auf Reize bekannter oder unbekannter Art während des Schlafes zusammen, Reaktionen, die weder mit Träumen noch mit Wacherinnerungen Zusammenhang erkennen lassen. Im Gegensatz dazu stellt er an drei Stellen sensorische Schlafstörungen (der Terminus wird nicht ausdrücklich gebraucht), wie Träume, Hören von Stimmen, Alb, sensorische Erregung bei motorischer Hemmung, die oft ausdrücklich peinlich empfunden wird.
Das Schlafsprechen hält Verf. wenigstens nicht immer für eine Äusserung von Träumen, weil sich die Patienten an Träume nicht erinnern, auch wenn man sie sofort weckt, weil sie angeben, überhaupt wenig zu träumen und weil in lebhaften Träumen meist motorische Hemmung besteht. Die Unstichhaltigkeit der ersten beiden Argumente ist daraus klar zu erkennen, dass auch für die gesprochenen Worte selbst Amnesie besteht, das dritte gibt sich selbst nicht als allgemein gültig. — Schlafwandeln tritt in drei Formen auf: 1. planlose, 2. planvolle, 3. Angsthandlungen; diese bilden fliessende Übergänge zum Pavor nocturnus. Angstvolles Herumlaufen und Schreien mit folgender Amnesie, also, wie Verf. schliesst, ohne Träume, stellt er in Gegensatz zu Angst und Alb träumen, bei denen gerade die motorische Hemmung peinlich empfunden wird. Alle diese Störungen werden auf eine Dissoziation, eine Spaltung der Hirntätigkeit zurückgeführt, waches Sensorium bei gehemmtem Motorium und umgekehrt.
Anderer Art sind motorische Schlafstörungen, die in Form von Zwangsimpulsen und zwar meist rhythmischer Natur auftreten (Schlaftic [Oppenheim], Jactatio nocturna [Zappert]). Zwangsbewegungen, die