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In der Unterhaltung mit einem der Psychoanalyse gegnerisch gegenüberstehenden Freunde bot sich mir jüngst Gelegenheit, einen „willkürlichen” Zahleneinfall desselben zu analysieren. Dabei traten die determinierenden Kräfte in einer Schärfe zutage, wie ich sie bedeutsamer zuvor nicht beobachten konnte.
Es war die Zahl 8 genannt worden. Bei der Analyse tritt zunächst die 7 ins Bewusstsein. Sie wird im Bilde vor die 8 gesetzt, so dass 78 entsteht. Dieser Zahlenkomplex nimmt eine eigenartige Form an, indem nämlich der unter Schwungstrich der Sieben auf die untere Rundung der Acht weist und schliesslich dahinein mündet. Figur:
Für die sonderbare Gestalt der Sieben weiss der Analysand anfangs keine Erklärung zu geben, anders hinsichtlich der Acht, die ihm endlich als weiblicher Corpus erscheint und deren untere Höhlung das weibliche Genitale symbolisiert. Nunmehr erklärt sich der ganze Einfall als Symbol für den Sexualakt, wobei die Sieben das Membrum virile vertritt.
Natürlich wurde der Analysand, der in puncto sexuali auf hoher ethischer Stufe steht und sich bemüht Abstinenz zu üben (er ist 20 Jahre alt), im Verlaufe der Analyse immer überraschter durch die im Verborgenen wirkende Macht der sexuellen Symbolismen, die seine Psyche beherrschen, zumal die Assoziationen ziemlich unvermittelt und nicht durch suggerierte Zielvorstellungen beeinflusst auftraten. —